GEMEINSAM STARK

Die ganze Kraft des Fußballs zeigt sich fernab der großen Arenen. Denn auf Feldern, Wiesen, einfachen Rasen- und Ascheplätzen auf der ganzen Welt steht der Fußball oft für viel mehr als Sieg oder Niederlage. Auch der DFB leistet mit seinem internationalen Engagement einen Beitrag zur Entwicklungszusammenarbeit und Völkerverständigung.


Übergeordnetes Ziel ist es, mithilfe des Sports die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen wie Geschlechtergerechtigkeit, Gewaltprävention oder Berufsbildung zu fördern. Die Entwicklung jedes und jeder Einzelnen und damit die Entwicklung der Gesellschaft stehen dabei im Fokus. Der DFB trägt zu diesen Zielen bei, indem er IM Fußball und DURCH Fußball fördert.

Bei der „Internationalen Sportförderung“ geht es um Entwicklung IM Sport zur Förderung nachhaltiger Fußballstrukturen im Breiten-, Schul- und Leistungsfußball in Entwicklungs- und Schwellenländern. Dabei arbeitet der DFB – wie andere deutsche Sportfachverbände auch – seit Jahren eng mit dem Auswärtigen Amt (AA) und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zusammen. Aktuell engagiert sich der DFB langfristig im Kosovo, in Botswana und Gambia. In Gambia etwa arbeitet die erfahrene Trainerin Monika Staab als Direktorin des „German Gambian Football Project“ in Zusammenarbeit mit lokalen Mitarbeiter*innen an der Umsetzung eines Strategieplans zur nachhaltigen Entwicklung des Frauen- und Mädchenfußballs. 

Der „Sport für Entwicklung“-Ansatz ist als Entwicklung DURCH Sport zu verstehen, bei dem Maßnahmen zur Förderung der Bildung, Gesundheit, Inklusion, Diversität und Gewaltprävention in Entwicklungs- und Schwellenländern umgesetzt werden. In diesem Rahmen kooperiert der DFB seit 2013 mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und deren Hauptauftragnehmerin, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Vor Ort werden die vorhandenen Strukturen geachtet und genutzt, die Unterstützung läuft immer in enger Kooperation und auf Augenhöhe mit lokalen Stakeholdern wie NGOs oder Schulen.

Von den gemeinsam erarbeiteten Maßnahmen der Initiative profitierten bisher insgesamt Hunderttausende Kinder und Jugendliche in 32 Ländern. Der DFB engagierte sich im Berichtszeitraum in sieben Ländern:
• Brasilien
• Jordanien
• Kolumbien
• Mosambik
• Namibia
• Indonesien
• Palästinensische Gebiete

Dort wird Sport gezielt eingesetzt, um soziale Kompetenzen und Wissen über Themen wie Gewaltprävention, Gesundheitsaufklärung oder Geschlechtergerechtigkeit zu vermitteln und Bildungsanreize zu setzen. Ein intensiver Wissensaustausch zwischen lokalen Verbänden, Trainer*innen sowie Lehrer*innen als Multiplikator*innen findet bei folgenden Maßnahmen statt:
• Erarbeitung sozialpädagogischer Konzepte zur Wertevermittlung durch Fußball
• Beratung und Mentoring von Sport- und Bildungsministerien, Schulen, Universitäten, NGOs
• Auf- und Ausbau moderner, selbstständiger Sportsysteme (Strukturhilfe)
• Organisation internationaler Kurse unter Beteiligung nationaler und internationaler Teilnehmer*innen
• Entwicklung und Durchführung von Aus- und Fortbildungen für Multiplikator*innen in Entwicklungs- und Schwellenländern

Der dritte „International Instructors Course“ fand in Kooperation mit der GIZ und dem BMZ 2018 in der Sportschule Kamen-Kaiserau statt: 30 Teilnehmer*innen aus 17 Ländern und vier Kontinenten nahmen wichtiges sportpädagogisches und trainingsmethodisches Know-how sowie neue Impulse aus dem Wissensaustausch mit in ihre Heimat. Dort leisten sie als Multiplikator*innen mit Fußball wichtige Arbeit in ihren Entwicklungsprojekten – sei es in einem der größten Flüchtlingscamps in Jordanien, zur Unterstützung des innerkolumbianischen Friedensprozesses in Buenaventura oder zur Stärkung von Mädchen und jungen Frauen in den namibischen Standorten Windhuk, Eenhana und der Ohangwena-Region. 2018 kam das DFB-Mobil bei einem Workshop in der jordanischen Hauptstadt Amman erstmals auch im Ausland zum Einsatz.

Als DFB-Botschafter von „Fußball für Entwicklung“ setzen sich seit 2018 die Weltmeisterin Nia Künzer und Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah für die nachhaltige Wirkung des Fußballs auf der ganzen Welt ein.