4.5 DER „KICK“ FÜR JUNG UND ALT

In der Saison 2017/2018 waren 2.228.701 aktive Spieler*innen und 57.420 Schiedsrichter*innen bei insgesamt 1.543.733 Fußballspielen offiziell im Einsatz. Knapp 85 % der Spiele fanden auf Kreisebene statt.


Besonders das Interesse am Frauenfußball in Deutschland steigt: Mit 5.966 Frauen-Teams nahmen 2018 147 mehr am Spielbetrieb teil als noch 2017. Die Zahl der weiblichen DFB-Mitglieder stieg im selben Zeitraum von 772.837 auf 792.782.

FÖRDERUNG DES FRAUEN- UND MÄDCHENFUSSBALLS

Um die positive Entwicklung im Frauen- und Mädchenfußball zu stärken und zu fördern, hat der DFB 2018 eine Offensive gestartet. Sie soll das Interesse von Mädchen wecken und die Leidenschaft der vielen Fußballbegeisterten auf einem hohen Niveau halten. Die Initiativen:
• #NichtOhneMeineMädels
• Tage des Mädchenfußballs
• Ü 35-Frauen-Wettbewerbe

KAMPAGNE #NICHTOHNEMEINEMÄDELS

Mit dieser Kampagne stellt der Verband das Teamgefühl, die Freundschaft und den Zusammenhalt in den Mittelpunkt. Dafür verbindet der DFB seit dem Frühsommer 2018 zahlreiche Maßnahmen in einer Kampagne, die auf unterschiedlichen Kanälen, schwerpunktmäßig auf Instagram, gespielt wird. Teil der Offensive sind bewährte Projekte wie der „Tag des Mädchenfußballs“ (für Mädchen im Alter von fünf bis 13 Jahren) und „DFB-Junior-Coach – Only Girls“ sowie weitere Angebote für Vereine und interessierte Mädchen. 2019 stand im Zeichen des Einsatzes von Influencern. Zudem wurden die Landesverbände verstärkt in die Kampagne eingebunden. Ihnen stellte der DFB etwa Winnerboards & Mesh-Banner mit dem Hashtag zum Einsatz in ihrem Verband sowie einen „Werkzeugkasten“ zur Social-Media-Nutzung zur Verfügung.

BREITENFUSSBALL

Fußball spielen, das geht indes auch abseits des traditionell organisierten Spielbetriebes auf Asche oder dem grünen Rasen. Beim Breitenfußball steht oftmals der Spaß am zwanglosen Kicken im Fokus: im Park, in der Halle, am Strand oder auf der Straße.

Die Zahl der Hobbyfußballer*innen und das Interesse an alternativen Freizeit-Fußballangeboten steigen zunehmend. Gründe hierfür sind ein verändertes Freizeitverhalten, flexiblere Arbeitszeiten, Ganztagsschulen oder auch der demografische Wandel.

Das Potenzial in diesem Bereich ist groß. Und so widmet sich der DFB bereits seit vielen Jahren dem Thema Breitenfußball. Er bietet vielfältige, niederschwellige, interessante Spielangebote und Initiativen für alle an. Diese Angebote wirken auch in den organisierten Sport, vor allem auch in den Frauen- und Mädchenfußball hinein: Sie halten das Interesse am Wettbewerbssport am Leben.

Der Organisationsgrad im Breitenfußball ist unterschiedlich ausgeprägt. So gehören einige Freizeit-Sportgruppen zwar über einen Verein oder als eigenständiger Klub dem DFB an, sie wollen jedoch nicht am Spielbetrieb teilnehmen und bleiben „unter sich“. Andere Gruppen wiederum vereinbaren regelmäßig Spiele gegen andere Teams, sind in einer Hobby-/Freizeit- oder gar in der Beachsoccer-Bundesliga oder als Spieler in der Beachsoccer-Nationalmannschaft aktiv.

BESONDERER FOKUS: Ü-FUSSBALL


Eine bedeutende Rolle im Breitenfußball nehmen die Ü-Fußballer*innen ein. 68 % der rund 25.000 Vereine hatten im Jahr 2018 bereits eine Ü-Mannschaft im Spielbetrieb. Im Fußball-Landesverband Brandenburg wird schon in Ü 70-Staffeln gespielt. Die Mitgliederprognose des Deutschen Fußball-Bundes für das Jahr 2050 verdeutlicht, dass einzig die Gruppe der über 60-Jährigen zunehmen wird. Gleichzeitig aber ist der Fußball für Ältere bis heute strukturell und organisatorisch noch nicht so stark entwickelt. Ziel des DFB ist es deshalb, den Ü-Fußball in allen Kreisen und Landesverbänden zu fördern und Spiel­angebote zu machen.

Bereits zum zwölften Mal richtete der Verband 2018 ein nationales Finalturnier im DFB-­­Ü 40-Cup und DFB-Ü 50-Cup der Männer im Berliner Olympiastadion aus – erstmalig gemeinsam mit dem DFB-Ü 35-­ Frauen-Cup.

FUTSAL

Die offizielle Hallenfußballvariante der FIFA, Futsal, wird auch in Deutschland populärer. So werden auf Kreis- bzw. Bezirksebene in den Wintermonaten – ergänzend zum traditionellen Hallenfußball – vermehrt Futsal-Turniere ausgetragen. Bei den C-Junioren qualifizieren sich alljährlich Mannschaften für einen Futsal-Cup auf Bundesebene. Futsal zeichnet sich aus durch
• einen sprungoptimierten Ball,
• viele Torszenen,
• technische Versiertheit,
• Fairness.

Der DFB organisiert den Spielbetrieb der Deutschen Futsal-Meisterschaft und betreut die Nationalmannschaft, die 2019 erstmals die erste Qualifikationsrunde zur Weltmeisterschaft überstand. Noch ist Futsal in Deutschland – im Vergleich zu anderen europäischen Ländern – Amateursport. Mit dem Aufbau von U 19-Stützpunkten sowie der Etablierung von A-, B- und C-Junior*innen-Meisterschaften im Berichtszeitraum 2016-2019 sorgt der DFB für eine Weiterentwicklung der Jugendarbeit. Mit dem Ziel, Futsal als die Hallenvariante Nummer eins noch stärker zu etablieren.

BEACHSOCCER

Im Bereich „Beachsoccer“ haben die Verbände in den vergangenen Jahren Aufbauarbeit geleistet. So gibt es neben regionalen Veranstaltungen mittlerweile deutschlandweit unterschiedliche Turnierserien sowie die Deutsche Beachsoccer-Liga. Auch organisiert und betreut der Verband seit 2018 die Beachsoccer-Nationalmannschaft. Beim Qualifikationsturnier für die World Beach Games im Mai 2019 und der WM-Qualifikation in Moskau im Juli 2019 zeigte sich, dass das deutsche Nationalteam den Abstand zu den Top-Teams der Welt verringert hat.