2.6 NACHHALTIGE KOMMUNIKATION

Nicht nur das Spiel, auch die Kommunikation ist schneller, dynamischer geworden. Mehr Tempo, mehr Tweets, mehr teilen. Social Media und Digitalisierung haben auch die DFB-Kommunikation grundlegend und selbst im kleinsten Teilbereich verändert. Teambegleitung, Medienorganisation, Kampagnen und PR-Aktionen, Service, digitale Angebote, Publikationen und eben auch die Vermittlung von Themen der Nachhaltigkeit – der DFB hat sich längst auf die beschleunigte, interaktive und visualisierte digitale Kommunikation eingestellt.


Das gilt natürlich auch rund um die Länderspiele. Die Internet-Portale www.dfb.de und www.DFB-TV.de sowie die Social-Media-Seiten informieren im Minutentakt rund um die Männer-Nationalmannschaft und nahezu mit gleicher Meldungsdichte über die Frauen-Nationalmannschaft und die U 21. Vom Aufwärmen bis zur Aufstellung – wer will, ist in „Echtzeit“ dabei. 20 Millionen Fans verfolgen die Nationalmannschaften über die DFB-Kanäle, berichtet wird in fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Spanisch, Chinesisch und Russisch). Ergänzend erscheinen die „klassischen“ Stadionmagazine „DFB-aktuell“ (Männer) und „Arena“ (Frauen), die jede*r Besucher*in beim Betreten der Arena kostenfrei erhält.

Im Mittelpunkt steht der Fußball. Mit den Portalen FUSSBALL.DE und dfbnet.org werden die fast 25.000 Vereine im Land dabei unterstützt, ihre Abläufe zu organisieren und dabei immer auf dem Laufenden zu bleiben. Das Amateurfußball-Portal FUSSBALL.DE wurde im Jahr 2018 von 35,6 Millionen Besucher*innen angesteuert, die zusammen 4,9 Milliarden Klicks auslösten. FUSSBALL.DE widmet sich im Web, in der App und auf drei Social-Media-Plattformen (Facebook, Twitter, Instagram) dem Geschehen von der Kreisliga bis zur Regionalliga, von den Bambini bis zu den Alten Herren. Mit Beginn der Saison 2019/2020 bietet FUSSBALL.DE automatisch generierte Vor- und Nachberichte zu den Ligaspielen im Männer-, Frauen- und älteren Jugendbereich – bundesweit bis in die untersten Spielklassen. Wöchentlich werden so bis zu 75.000 Vor- und Nachberichte angeboten. Besonderer Beliebtheit erfreut sich auch die Rubrik „Training & Wissen“. Über 1.000 Trainingseinheiten stehen den Trainer*innen im Jugend- und Amateurfußball von den Bambini bis zu den Ü 35-Senioren zur Verfügung. Alle zwei Wochen kommen neue Übungen dazu.

Mit den Werkzeugen des DFBnet werden Aufgaben wie Passanträge, Platzreservierungen, die Ansetzung der Schiedsrichter*innen, die Verwaltung der Spielberechtigungen und Sperren komfortabel online erledigt. Der organisierte Fußball ist auch deshalb so preiswert, weil der DFB und die Landesverbände Service bieten und damit die Vereine unterstützen.

Auf den DFB-Kanälen wird ausgiebig über das „Gesellschaftsspiel“ berichtet, das der Fußball ebenso ist. Geschichten, die sensibilisieren sollen. Wo sonst Joachim Löw, Manuel Neuer oder Martina Voss-Tecklenburg zu sehen sind, auf dem Titel des DFB-Journals, das in einer Auflage von rund 100.000 Heften an jeden Fußballverein im Land, an die DFB-Landesverbände und die Mitglieder des Fan Club Nationalmannschaft verschickt wird, prangte beispielsweise im April 2019 ein Foto von Simon Seyfarth. Der 11-jährige Junge spielt für den VfB GW Erfurt trotz Amputation Fußball. Und jenen Moment, als ihm sein Vater die Beinprothese anlegt, hatte eine Jury zum Amateurfußball-Foto des Jahres gewählt. Für den DFB auch ein Titelheld.

Über Broschüren und Online-Plattformen bietet der DFB vielfach nachgefragte Vereinsberatung zu tagesaktuellen Themen wie etwa Flüchtlingsintegration, Inklusion oder Ehrenamt an. Über 15.000 Exemplare des Handlungsleitfadens „Kinderschutz im Verein“ wurden beim DFB angefragt. Durch die Kinderschutzbroschüre unterstützt der DFB die Fußballbasis, die Risiken einzuschätzen, sich präventiv aufzustellen und im Falle des Verdachts schnell und dabei auch sorgsam zu handeln. Webinare werden immer beliebter, bieten sie doch eine Möglichkeit, sich am Ort und zur Zeit der eigenen Wahl fortzubilden. In den DFB Online-Seminaren sind Vorträge von DFB-Trainer*innen und anderen Expert*innen zu finden. Die Inhalte werden mittels dreier „Bildschirme“ präsentiert, in denen der*die Referent*in zu sehen ist und zusätzlich Schlüsselbegriffe, Grafiken und Animationen zum Thema gezeigt werden.

Kampagnen wie „Unsere Amateure. Echte Profis.“ und die „DFB-Ehrenrunde“, die jeweils bei den „Galaxy Awards“ und beim „Famab Award“ den 1. Preis erhielten, dienen der langfristigen, nachhaltigen Förderung ehrenamtlichen Engagements, so wie auch das „DFB-Mobil“ und der „Vereinsdialog“.

Im Netz tummeln sich nicht nur positive Stimmen. Auch der DFB muss sich mit „Hate Speech“ in den sozialen Netzwerken auseinandersetzen. Wie können Hetzkampagnen erkannt und frühzeitig unterbunden werden? Wo sind die Übergänge zum Cybermobbing und was ist sogar strafrechtlich relevant? Die permanente Herausforderung lautet gerade in der hochbeschleunigten Kommunikation des Facebook-Zeitalters, die eigene Haltung weiterzuentwickeln und deutlich zu machen. Denn klar ist: Der DFB will keine*n Spieler*in alleine stehen lassen, schon gar nicht in der digitalen Arena.

Rund um die Länderspiele 2019 berichtet RTL über Sozialprojekte, die durch den DFB gefördert oder sogar selbst betrieben werden, etwa im März 2019 über die „Ampukids“ oder im Juni 2019 über die Flüchtlingsinitiative „2:0 für ein Willkommen“. Ein Millionenpublikum schaut zu und sorgt dafür, dass noch effektiver geholfen wird. Auch dank der Mitarbeiter*innen, die in der Direktion Öffentlichkeit in drei Abteilungen arbeiten: der Redaktion, dem Kommunikationsmanagement sowie der Gesellschaftlichen Verantwortung/Fanbelange. Die DFB-Stiftungen verbreiten ihre Themen mittels der DFB-Kanäle und unterstützend über ein Publikationsnetzwerk.

Ein Paradebeispiel, wie ein Thema zeitgemäß und wirkungsvoll kommunikativ begleitet werden kann, lieferte der letzte Amateurfußball-Kongress, der auf YouTube (16 Stunden Live-Programm) übertragen wurde. Neben den 231 Delegierten diskutierten Ehrenamtliche von sieben zugeschalteten Satellitenkongressen. Der DFB berichtete via Liveblog, Facebook, Instagram und Twitter, aber auch über 67 News-Artikel. So wurde den Anwesenden die Möglichkeit gegeben, sich aktiv zu beteiligen, alle anderen hatten zudem auch die Chance, sich über die Ergebnisse zu informieren. Derartige mediale Gestaltung braucht Vorbereitung und Engagement. Aber es lohnt sich, wenn auf diese Art die Möglichkeit angeboten werden kann, gemeinsam zu kommunizieren.